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Alle 25 Artikel zum Thema gewalt auf Newsblog SKPPSC:

Welche Informationen haben Sie zum Thema Jugend & Gewalt?

, 28. Januar 2014 um 8.00 Uhr , Keine Kommentare  

Monatsthema Januar 2014: «Die 10 häufigsten Fragen & Antworten zur Kriminalprävention»

«Jugend und Gewalt» ist ein Thema, das stark polarisiert, über das die Medien regelmässig berichten und über das in der Öffentlichkeit und in der Politik immer wieder heftig diskutiert und gestritten wird.
Hat die Gewalt von und unter Jugendlichen in den letzten Jahren nun wirklich zugenommen? Welche Straftaten werden von Jugendlichen am häufigsten begangen? Wie hoch ist die Dunkelziffer, also die Zahl der Gewalttaten, die bei der Polizei nicht erfasst werden?

Kriminalstatistiken sind nur begrenzt nützlich, um das Phänomen «Jugendgewalt» differenziert verstehen und bewerten zu können. Art und Umfang der registrierten Kriminalität werden vom Anzeigeverhalten der Bevölkerung, den Ermittlungen der Polizei und durch die Strafverfolgung der Justiz bestimmt. Mitarbeitende vieler kantonaler und städtischer Polizeikorps machen aber inzwischen die erschreckende Erfahrung, dass vor allem die Schwere der Gewalttaten zugenommen hat. Das heisst, die Gewalttaten von Jugendlichen an Gleichaltrigen oder auch an Erwachsenen sind deutlich brutaler geworden, als dies noch vor Jahren der Fall war.

Jugendgewalt – und damit wird das Problem nicht verharmlost – stellt aber nach wie vor nur einen kleinen Teil der Gewaltausübung in der Gesellschaft dar. Die Zunahme von Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Das darf in der Diskussion um Prävention und Repression von Jugendgewalt und im Kontakt mit Jugendlichen nicht vergessen werden.

Diese Broschüre gibt Ihnen Tipps und vermittelt Hinweise und Informationen, was Sie tun können, wenn Ihr Kind Opfer von Gewalt wurde oder Sie annehmen müssen, dass Ihr Kind gegenüber anderen gewalttätig ist.

Herunterladen der Broschüre «Jugend und Gewalt».

 

 

«Wenn Liebe zur Bedrohung wird»

, 13. Mai 2013 um 8.00 Uhr , Keine Kommentare  

Stalking, ein Luxusproblemchen im Leben der Stars und Sternchen? Sicher nicht! Denn Stalking ist einiges mehr als nur ein «Problemchen» und betrifft weit öfter uns «Normalsterbliche» als Prominente.

Als Stalking bezeichnet man immer wiederkehrende, übermässige Belästigungen, die das Leben der Betroffenen sehr stark beeinflussen und belasteten. Selten sind die Stalker/innen dem Opfer unbekannt. Es handelt sich überwiegend um Ex-Partner/innen, aber auch Arbeitskolleginnen oder -kollegen. Flüchtige Bekannte stalken nur in seltenen Fällen.

Stalker/innen bedienen sich unterschiedlicher Vorgehensweisen, doch in zahlreichen Fällen handelt es sich um den Versuch, Kontakt mit dem Opfer aufzunehmen oder den Kontakt beizubehalten. Auch Rache ist für manche/n Stalker/in ein erstrebenswertes Ergebnis. Um diese Ziele zu erreichen, verfolgen, beobachten und/oder belästigen sie die Opfer wiederholt und auf unzumutbare Weise über Monate oder auch Jahre. Ständige Telefonanrufe, häufiges Hinterlassen von Nachrichten, bis das Limit des Anrufbeantworters erreicht ist, massenhaftes Zusenden von Briefen, E-Mails oder SMS, Zusenden von unerwünschten Geschenken, Ausspionieren des Tagesablaufes der Betroffenen, Auflauern sowie Sachbeschädigungen und, in seltenen Fällen, sogar Körperverletzungen bis hin zu Tötungen, können den Betroffenen das Leben schwer machen.

Obwohl es in der Schweiz keine gesetzliche Grundlage gibt, die Stalking verbietet, kann das Opfer von zahlreichen anderen Gesetzesartikeln, wie etwa Nötigung, Drohung oder Hausfriedensbruch, Gebrauch machen. Es ist wichtig die Polizei frühzeitig einzuschalten. Ausserdem wird den Opfern Folgendes empfohlen:

  • Machen Sie dem Stalker bzw. der Stalkerin einmalig und unmissverständlich klar, dass kein Kontakt erwünscht ist.
  • Suchen Sie eine Opferhilfestelle auf.
  • Vertrauen Sie sich Ihren Freunden und Ihrer Familie an, Sie können vielleicht ihren Schutz benötigen.
  • Heben Sie alle Beweise auf und notieren Sie in einem Stalkingtagebuch jeglichen Kontakt (Ort, Datum, Uhrzeit, Aktion,…) mit dem Stalker/der Stalkerin.
  • Sprechen Sie mit der Polizei, vielleicht kann gegen den Stalker/die Stalkerin auch eine Anzeige er-stattet werden.
  • Wechseln Sie, wenn nötig, die Telefonnummer und E-Mailadresse (idealerweise die alte in Betrieb halten, sodass der Täter im Glauben ist, dass sein Terror weiter ankommt).
  • Rufen Sie bei Gefahr oder konkreter Bedrohung sofort die Polizei! Tel. 117!

 

Zahlreiche ergänzende Informationen finden Sie im Informationsdokument in Pdf-Format «Stalking: – Ohne Gewalt leben – Sie haben ein Recht darauf » der Stadtpolizei Zürich.

Die «Loverboy»- Methode: Vom ersten festen Freund in die Prostitution gedrängt

, 6. Mai 2013 um 9.00 Uhr , 2 Kommentare  

Durch diesen kurzen Blog sollen keine Ängste geschürt werden indem ein vermeintlich neues Phänomen medial breitgetreten wird. Dennoch sind Informationen die Grundlage jeder Präventionsarbeit. Denn nur eine informierte Bevölkerung kann die Notlage der jungen Mädchen erkennen und frühzeitig handeln.
Das Ausmass des Phänomens «Loverboy» ist nicht einschätzbar, da keine zuverlässigen Daten erhoben werden können. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich um Einzelfälle handelt und nicht um ein Massenphänomen. Daher basiert die folgende Beschreibung der Vorgehensweise und der Merkmale der Betroffenen nicht auf statistischen Fakten, sondern auf exemplarischen Berichten.

Opfer dieser Masche werden sehr junge Mädchen, oft noch im Schulalter und aus allen sozialen Schichten. Der Täter, ein junger Mann um die 20, sucht gezielt nach Mädchen mit geringem Selbstbewusstsein, die in einer schwierigen Lebenssituation stecken. Dies können Probleme im Elternhaus oder «normale» pubertäre Sorgen sein, wie etwa die geringe Beachtung durch gleichaltrige Jungs. Im Internet oder vor Schulen sprechen die «Loverboys» die Mädchen dann gezielt an. Der junge Mann zeigt sich fürsorglich und verständnisvoll für die Sorgen des Mädchens. Innert kurzer Zeit entwickelt sich eine Liebesbeziehung, wobei das Mädchen bewusst von ihrem sozialen Umfeld entfremdet wird. In vielen Fällen wurden die Eltern als Feindbild dargestellt, um deren Bindung zu schwächen und das Mädchen in ein Abhängigkeitsverhältnis zu bringen. Das junge Mädchen ist fasziniert von ihrem älteren Freund, dessen Interesse an ihr und den teuren Geschenken, die sie von ihm erhält. Oft wird das Mädchen schon nach einigen Treffen zum Geschlechtsverkehr gedrängt. In vielen Fällen berichtet der Freund dann von der finanziellen Notlage, in welcher er sich befindet. Würde das Mädchen mit einigen seiner «Freunde» Geschlechtsverkehr haben, würden diese ihm die Schulden erlassen. In Wirklichkeit sind dies jedoch gewöhnliche Freier. Die «Loverboys» nutzen bewusst die sexuelle Unerfahrenheit der Mädchen aus. Einige versichern den Mädchen, es sei normal, im Freundeskreis die «Frauen zu teilen». Das Mädchen rutscht immer tiefer ins Prostitutionsmilieu ab und der fürsorgliche Freund offenbart sich immer mehr als skrupelloser Zuhälter. Mittels Drohungen, Erpressung und Betäubung durch Drogenkonsum stellt der «Loverboy» sicher, dass das Mädchen sich keine Hilfe sucht.

Da die Mädchen meist in der Pubertät sind, ist seltsames Verhalten nicht ungewöhnlich. Langes Wegbleiben, wenig Interesse an Familienaktivitäten, übertriebenes Schminken und zickiges Verhalten gehören oft zum Erwachsenwerden dazu. Es ist daher selbst für ein aufmerksames Umfeld äusserst schwierig, die Anzeichen dieses Verbrechens frühzeitig zu erkennen. Bärbel Kannemann eine pensionierte Kriminalbeamtin, welche sich intensiv mit dem Thema «Loverboy» beschäftigt, verweist auf zusätzliche Veränderungen, die die Mädchen oft aufweisen. Stundenlanges Duschen, mehrere Handys, die sie nicht erklären können, Selbstverletzungen oder Gegenstände, die sie sich mit ihrem Taschengeld nicht leisten könnten, sollten das Umfeld von pubertierenden Mädchen aufhorchen lassen. Ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis zwischen Tochter und Eltern, sowie Aufmerksamkeit, Zuneigung und Bestätigung bewirken, dass die Mädchen weniger anfällig für die Masche der «Loverboys» sind. Sich in den falschen Mann zu verlieben, kann dennoch in jedem Alter passieren und ist kein Zeichen von Dummheit oder Schwäche. Die Mädchen dürfen daher in keiner Art und Weise als mitschuldig betrachtet werden. Es ist wichtig, dass sich die Betroffenen an die Polizei wenden oder die Unterstützung von spezialisierten Opferhilfestellen wie «NO loverboys» in Anspruch nehmen. Ausserdem können sich die Eltern der Mädchen bei «Eilod», einer Organisation, die von betroffenen Eltern für betroffene Eltern gegründet wurden, wenden.

Schlampen auf Konfrontationskurs

, 22. März 2013 um 10.58 Uhr , Keine Kommentare  

Die aus Kanada stammende Protestbewegung «Slutwalk» befindet sich auf weltweitem Vormarsch. Letzten Herbst war es dann auch soweit; die ersten «Schlampen» marschierten in gewollt provokantem Outfit durch die Strassen von Genf. Die Botschaft der zumeist jungen Demonstrantinnen ist so einfach wie einleuchtend: Sexualisierte Gewalt hat nichts mit Aussehen, Verhalten oder Kleidung des Opfers zu tun. Keine Frau der Welt provoziert dementsprechend sexuelle Gewalt, die Verantwortung und die Schuld liegt immer vollumfänglich beim Täter!

Steht diese Kernaussage der Bewegung im Widerspruch zu den Schutzmassnahmen welche die Schweizerische Kriminalprävention zum Thema «Sexueller Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Frauen» auf ihrer Homepage vorschlägt? Dies scheint zumindest die Meinung der Slutwalk Suisse zu sein (siehe Facebook-Einträge vom 11. und 13. Januar: «…cette “prevention” qui nous previent surtout de vivre»).

In der Kernaussage stimme ich mit den Veranstalterinnen der Slutwalks überein. Ein Opfer von sexueller Gewalt, sei es eine Frau oder ein Mann, ist unter keinen Umständen mitschuldig an der verheerenden Tat, welche er/sie erleiden musste. Jedoch betrachte ich die Tipps der Schweizerischen Kriminalprävention zur Minimierung des Risikos von sexuellen Übergriffen nicht als ernstzunehmende Einschränkung des Alltagslebens, oder gar als erschwerende Vorschriften, welche das Leben eingrenzen. Im Gegenteil; mit minimalem Aufwand kann das Risiko eines maximalen Unglücks verringert werden. Bei Nacht den Autoschlüssel bereits vor dem Verlassen des Gebäudes bereitzuhalten, nach Möglichkeiten nicht alleine an unliebsamen Orten unterwegs zu sein oder durch den Vornamen im Namensschild der Haustür nicht klar zu erkennen geben, ob man weiblich oder männlich ist, sind keine lebensverändernden Barrieren, sondern gesunder Menschenverstand. Das Befolgen derartiger Ratschläge ist kein Eingeständnis der Selbstverschuldung der Opfer von sexuellen Übergriffen, sondern ein verantwortungsvoller Umgang mit statistisch belegten Risikosituationen. Wer solche Botschaften als degradierend oder unnötig betrachtet, verharmlost meiner Meinung nach die Auswirkungen sexueller Gewalt und setzt auf der falschen Ebene an. Sinnvolle Verhaltenstipps und deutliche Schuldzuweisungen Richtung Täter widersprechen sich nicht, sondern beziehen sich auf völlig andere Realitäten. Die Slutwalk-Bewegung sollte weiterhin dort auf die Barrikaden gehen, wo Opfern Schuld zugeschrieben wurde, weil sie sich nicht in Kellerlöchern versteckt haben. Bei den Empfehlungen zur Verringerung von Risikosituationen anzusetzen, scheint mir verfehlt und auch naiv: Denn Sexualverbrecher werden weiterhin eher einzelnen Frauen an schlecht einsichtigen Orten abpassen als eine Gruppe von Frauen in der belebten Öffentlichkeit anzugreifen.

Da ich überzeugt bin, dass die Anliegen der «Slutwalks»-Bewegung und die Ratschläge der Schweizerischen Kriminalprävention ergänzend zu verstehen sind, wäre eine konstruktive Zusammenarbeit sicher gewinnbringender als «Schmähreden» über Facebook auszutauschen. Zumindest die eine Seite hier ist gerne bereit dazu.

Kategorie: Internes, Kriminalprävention | Tags:

Gewalt hat viele Formen

, 15. Januar 2013 um 8.00 Uhr , Keine Kommentare  

Schwerpunktthema Januar 2013: «Themen der Schweizerischen Kriminalprävention»

Sachbeschädigungen, Strassenraub, Entreissdiebstähle,Überfälle, Sittlichkeitsdelikte, Körperverletzungen oder Schlägereien sind Formen von Gewalt. Gewalt ist das rücksichtslose Vorgehen mit oder ohne Waffen gegen Kinder, Frauen und Männer – also gegen alle Menschen. Dabei muss nicht nur die Bereicherung im Vordergrund stehen, es kann ebenso die Lust am Wehtun oder an der Demütigung sein. Gewalt ist aber auch die sinnlose Zerstörung von fremdem Eigentum. Leider viel zu oft handelt es sich auch um die Zerstörung von lebenswichtigen Einrichtungen wie Telefonapparate, Feuerlöscher oder Rettungsgeräte.

Haben Sie sich auch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie Sie reagieren würden, wenn Sie plötzlich mit einer Gewaltsituation konfrontiert würden?

Damit die Konfliktsituation möglichst nicht eskaliert, ist es wichtig,diese früh zu erkennen. Genau so, wie Sie im Strassenverkehr durch vorausschauendes Verhalten Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden, ist es möglich, frühzeitig Situationen aus dem Weg zugehen, die zu Aggression oder Gewalt führen können. Gefühle sind häufig ein «Gefahrenradar». Menschen merken oft instinktiv, dass sich eine bedrohliche Situation ankündigt. Lassen Sie sich in einem solchen Moment von Ihren Gefühlen leiten (Bauchgefühl). Erkannte Gefahren sind halbe Gefahren.

Tipps

  • Lassen Sie sich nicht provozieren: Provozieren Sie aber auch nicht.
  • Nehmen Sie beleidigende Äusserungen nicht persönlich.
  • Betrachten Sie verbale Attacken als persönliche Schwäche des Gegenübers.
  • Setzen Sie Grenzen: Weisen Sie klar und unmissverständlich darauf hin, dass Sie bestimmte Dinge, wie zum Beispiel zu dichtes Herankommen oder Anfassen, nicht wünschen. Reden Sie die betreffende Person mit «Sie» an, damit Aussenstehende erkennen,dass Sie von einer unbekannten Person belästigt oderbedroht werden.
  • Verhindern Sie eine Eskalation: Greifen Sie das Gegenüber weder körperlich noch verbal an. Beschränken Sie sich immer auf Notwehr.
  • Halten Sie Distanz: Bleiben Sie ausserhalb der Schlag- und Trittweite von Menschen, die Ihnen aggressiv begegnen oder von denen Sie eine Gefahr vermuten.
  • Fordern Sie andere Menschen zu aktiver Mithilfe auf:Je nach Umfeld und Situation Umstehende direkt ansprechen:«Sie, im blauen Mantel, bitte helfen Sie mir!»
  • Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie die Heldin oder den Heldenspielen und sich körperlich überlegenen Straftätern in den Wegstellen. Rufen Sie die Polizei lieber zu früh als zu spät.
Mehr Informationen zum Thema Gewalt finde Sie auf unserer Webseite: www.skppsc.ch.
Downloads

«Jugend und Gewalt. Ein Handbuch der Schweizerischen Kriminalprävention SKP»

, 14. März 2012 um 11.00 Uhr , Keine Kommentare  

Schwerpunktthema März 2012 «Jugend und Gewalt»

267 Seiten, broschiert, CHF 64.–, ISBN 978-3-7272-8793-0, 9/2011

In den vergangenen Jahren stand das Thema «Jugend und Gewalt» immer wieder auf der Tagesordnung: in der Öffentlichkeit, in den Medien, aber auch in der Politik und bei Behörden auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Dabei wurde intensiv darüber diskutiert, mit welchen Massnahmen der Gewalt unter und von Jugendlichen effektiv und effizient zu begegnen sei.

Um der Vielschichtigkeit des Problems Rechnung zu tragen, hat die SKP Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen um einen Beitrag zum geplanten Handbuch gebeten. Achtzehn Autorinnen und Autoren haben 13 ausführliche Beiträge aus Forschung und Praxis geschrieben:

Nancy Bodmer, Marc Bodmer, Tamara Bonassi, Veronika Brandstätter-Morawietz, Manuel Eisner, Rebekka Ehret, Daniel Fink, Sarah Genner, Nicole Gysin, Eveline Hipeli, Dieter Hebeisen, Silja Matthiesen, Denis Ribeaud, Corinna Seith, Anja Sieber, Gunter Schmidt, Daniel Süss, Thomas Vollmer, und mit einem Beitrag des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Wir freuen uns, mit dem nun vorliegenden Handbuch «Jugend und Gewalt» unserem Anspruch zur Vereinfachung des Wissenstransfers, der Verbesserung des Erfahrungsaustauschs und der Unterstützung von Aus- und Weiterbildung gerecht zu werden.

Das Handbuch ist im Stämpfli Verlag AG erschienen und kann dort bestellt werden und ist in jeder Buchhandlung erhältlich.

Schwerpunktthema März 2012 «Jugend und Gewalt»

, 1. März 2012 um 7.47 Uhr , Keine Kommentare  

Am Freitag, 9. März 2012 findet in Bern die 1. Nationale Konferenz zum Thema «Jugend und Gewalt»statt. Aus diesem Grund hat die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) im Monat März 2012 «Jugend und Gewalt»als Schwerpunktthema festgelegt. 

Seit 2007 beschäftigt sich die SKP eingehend mit dem Thema «Jugend und Gewalt». Im Auftrag der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und –direktoren (KKJPD) hat sie eine Strategie und einen Mass-nahmenplan gegen Jugendgewalt erstellt. Die Strategie beinhaltet die Stärkung und Verbesserung von Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch sowie Aus- und Weiterbildung innerhalb der Polizei. Die Strategie richtet sich deshalb in erster Linie an die Polizei. Im Massnahmenplan enthalten sind einzelne Projekte, welche insbesondere das Bewusstsein für die Probleme der Jugend schaffen und die Jugenddienste der Polizei in ihrer Arbeit stärken. Zudem hat die SKP auch eine Informationsbroschüre geschaffen, mit welcher die Polizei den Austausch mit Eltern und Erziehungsberechtigten fördert.

Seit dem Beginn der Arbeiten an den SKP-Projekten wird von vielen Organisationen und Behörden an der Verhinderung von Jugendgewalt gearbeitet. Das gemeinsame Programm von Bund, Kantonen, Städte und Gemeinden, unter der Leitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) soll bis 2015 die Grundlage für eine wirksame Gewaltprävention in der Schweiz schaffen. Es wird eine Wissensbasis über Good Practice in der Gewaltprävention aufgebaut, die Vernetzung und Zusammenarbeit der relevanten Akteure gefördert und es werden Vorschläge für ein optimales Zusammenwirken von Prävention, Intervention und Repression erarbeitet. Die Arbeiten an den SKP-Projekten zu «Jugend und Gewalt» werden die Ergebnisse der 1. Nationalen Konferenz aufgreifen und weiterführen.

Das Widget zum Schwerpunktthema, auch für Ihre Webseite!

Die SKP bietet Ihnen die Möglichkeit, alle zum Thema gehörenden Informationen in einem kompakten Widget direkt auf Ihrer Webseite einzubinden. Ein Widget ist ein Behälter von Informationen, die man wie ein Video auf jeder beliebigen Webseite integrieren kann. Unser Widget wird dieses mal «Jugend und Gewalt», unseren aktuellen Twitter-Stream, unsere Videos und unsere Broschüren zum Anschauen bzw. zum Herunterladen beinhalten.
Klicken Sie zum Einbinden einfach auf den Button «Widget anpassen», um den Code zu erhalten oder auf den Button unten «Get Widget», um es direkt in Ihrem Facebook-Profil, Twitter oder anderen Sozialen Netzwerken zu posten.

FAQ: Was ist «Häusliche Gewalt»?

, 2. Dezember 2011 um 8.00 Uhr , Keine Kommentare  

Wir sprechen von häuslicher Gewalt, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen. (Quelle: Justizdepartement des Kantons Basel-Stadt: Von Angst bis Zuflucht. Gegen häusliche Gewalt)

Wenn Kinderpornografie eine neue Bedeutung bekommt

, 8. Januar 2010 um 2.07 Uhr , Keine Kommentare  

Gemäss aktuellen Zeitungsberichten meldet die Kinderschutzgruppe des Kinderspitals Zürich eine beunruhigende Zunahme Jugendlicher, die Gleichaltrige oder Jüngere sexuell missbrauchen. Auch internationale Studien zeigen eine Zunahme dieses Phänomens.
Laut Aussagen des leitenden Psychologen der Kinderschutzgruppe sind die Gründe dafür in der Sexualisierung des Alltagslebens – etwa durch den unbeschränkten Zugang zu pornografischen Medien – sowie durch den schwindende Einfluss der elterlichen Erziehung zu suchen: Kinder spielen Pornos nach.

Das klassische Opfer-Täter-Bild greift hier nicht mehr. Natürlich sind die missbrauchten Jugendlichen und Kinder Opfer, aber kann man von den missbrauchenden Minderjährigen wirklich noch von Sexualstraftätern sprechen, die bestraft werden müssen? Selbstverständlich muss die Erwachsenenwelt reagieren. Auch junge Menschen müssen für ihre Taten Verantwortung übernehmen.
Unser Rechtsystem setzt das Schutzalter bei 16 Jahren an. Die Gesellschaft geht davon aus, dass eine Person erst ab 16 Jahren frei über die eigene Sexualität verfügen und die Konsequenzen sexueller Handlungen mehr oder weniger eigenverantwortlich einschätzen kann. Jüngere werden per Gesetz vor Missbrauch geschützt, auch wenn der Täter oder die Täterin selbst minderjährig ist. Im Strafgesetz findet sich auch der Jugendschutz-Artikel, der besagt, dass man unter 16-Jährigen keine Pornografie zugänglich machen darf. Offensichtlich zu Recht geht man davon aus, dass Pornografie die gesunde sexuelle Entwicklung störend beeinflusst. Diese störende Beeinflussung geht teilweise so weit, dass Jugendliche zu Vergewaltigern werden. Aber sie spielen ja nur Pornos nach…

Es mutet seltsam an, dass von unbeschränktem Zugang Jugendlicher zu Pornografie gesprochen wird. Natürlich stimmt das, aber man hat sich offenbar damit abgefunden. Man spricht kaum je davon, dass dieser unbeschränkte Zugang einen klaren Rechtsbruch darstellt. Alle schauen empört zu, niemand unternimmt etwas. Eltern, die ihre Aufsichtspflicht vernachlässigen, werden kaum je zur Rechenschaft gezogen, sicher eine Tatsache. Aber auch verantwortliche Eltern sind ohne drastische Kontroll- und Abschirmmassnahmen unmöglich in der Lage, ihre jugendlichen Kinder so zu beaufsichtigen, dass sie keinen Zugriff auf Pornografie haben können. Eltern werden in dieser Problematik alleine gelassen. Die Politik, die Behörden und vor allem auch die Pornoindustrie schützt sich mit dem Argument der Globalisierung. Sicher, das Internet ist global, das Rechtssystem und die Strafverfolgung sind es nicht. Offenbar ist es für Pornoanbieter technisch unmöglich, einen echten Jugendschutz zu gewährleisten.

Das Recht kapituliert vor der Technik? Der unbedarfte Geist denkt sich doch; wenn ein Anbieter die gesetzlichen Anforderungen nicht einhalten kann, dann darf er halt nicht anbieten. Aber eben, auch in der Politik, in den Behörden und überall im Lande finden sich Erwachsene, die auf Ihren Pornokonsum wegen den paar Jugendlichen, die damit nicht umgehen können, doch nicht verzichten möchten. Lieber empört man sich über Sexualstraftäter, die auch immer jünger werden…

Das Zürcher Kinderspital führt eine Studie zu sexuellen Belästigungs- und Gewalterfahrungen im Jugendalter durch. Dazu werden männliche und weibliche Jugendliche gesucht, die schon einmal sexuell belästigt wurden oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Teilnehmende sollten sich im neunten Schuljahr befinden oder dieses vor höchstens zwei Jahren abgeschlossen haben. Als Dankeschön bekommen Teilnehmende zwei Kinogutscheine.

Informationen finden Interessierte hier.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

, 25. November 2009 um 11.53 Uhr , Keine Kommentare  

image Gewalt an Frauen ist kommt unter verschiedensten Formen vor und ist weiterhin stark verbreitet. Täglich sind Frauen auf der ganzen Welt – auch in der Schweiz – Opfer davon. An diese Tatsache erinnert der heutige internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, der alljährlich am 25. November begangen wird, ist auf ein tragisches Ereignis zurückzuführen: Am 25. November 1960 ermordete der militärische Geheimdienst der Dominikanischen Republik drei Schwestern, die sich gegen den dominikanischen Diktator Trujillo auflehnten. Heute steht der Tag für jegliche Gewalt, unter welcher Frauen leiden, auch in der Schweiz: häusliche Gewalt, Drohungen eines Ex-Partners oder auch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

Im Rahmen des heutigen Tages gegen Gewalt an Frauen organisieren mehr als 60 Institutionen und Organisationen die zum zweiten Mal in der Schweiz stattfindende Kampagne “16 Tage gegen Gewalt an Frauen”. Vom 25. November bis zum 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) soll die Bevölkerung mit Referaten und Aktionen in der ganzen Schweiz auf direkte und indirekte Gewalt aufmerksam gemacht werden. Koordiniert wird die Kampagne vom christlichen Friedensdienst cfd.

Informieren Sie sich hier über die Veranstaltungen, die Organisationen und die Hintergründe dieser Aktion!

Auch die Schweizerische Kriminalprävention setzt sich immer wieder gegen Gewalt in jeder Form ein, informieren Sie sich zum Beispiel über unsere Kampagne gegen häusliche Gewalt.

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