image Unter Cyberbullying versteht man die Belästigung, Diffamierung oder das Ausüben von Psychoterror via Handy und Internet von Kindern oder Jugendlichen durch Kinder oder Jugendliche. Dabei wird das Opfer mit verfälschten Bildern oder Videos, die im Internet publiziert werden oder über das Handy mit SMS und MMS versendet werden, belästigt und schikaniert. Ausserdem setzen die Täter E-Mails und peinliche Bilder, die rundgesendet werden, oder aber gefälschte Profile in Online Communities ein, um ihre Opfer zu plagen und mürbe zu machen. Opfer solcher Attacken leiden oft unter Depressionen und einer Verschlechterung des Selbstwertgefühles, was sich auch auf die schulischen Leistungen negativ auswirken kann.Gerade die „vermeintliche“ Anonymität des Mediums Internet macht es „angeblich“ einfach, wenn schwache Menschen noch Schwächere diffamieren und belästigen. Vermeintlich deswegen, da mit der heutigen Datenspeicherung der Provider Täter aufgespürt werden können. Denn jeder hinterlässt im Internet Spuren.

Opfer, die es schaffen sich jemandem anzuvertrauen, können sicher sein, dass man ihnen helfen kann und die Täter bestraft .

In den englischsprachigen Ländern ist das schon ein grosses Thema, in der Schweiz wird es von der Presse immer wieder schlagzeilenträchtig umgesetzt. Allerdings, es ist auch in der Schweiz ein Thema und gemäss dem Leitsatz “Wehret den Anfängen” rät die Schweizerische Kriminalprävention daher Folgendes:

Eltern
Ihr Kind als Opfer?

• Plötzliche Veränderungen in der Gemütsverfassung Ihres Kindes oder das Abfallen der schulischen Leistungen können ein Anzeichen für eine Cyberbullyingattacke sein.
• Seien Sie für Ihr Kind da und reden Sie mit ihm.
• Sagen Sie ihm, dass Sie ihm helfen, wenn es von Anderen belästigt wird.

Ihr Kind als Täter?
• Grundsätzlich sollten Sie Ihren Kindern erklären, dass Ihre Kinder sich nicht an solchen Bullyattacken beteiligen sollten.
• Gemäss dem Motto: „Was Du nicht willst, was man dir tut, das füg‘ auch keinem anderen zu!“

Opfer
• Erkenne, dass du nicht machtlos bist!
• Es gibt immer jemanden, an den du dich wenden kannst: Eltern, Grosseltern, Geschwister, andere Verwandte, Lehrer, Trainer, Pfarrer, Sozialdienst der Schule, oder oder oder
• Wenn du dich wehrst und jemandem anvertraust, besteht die Chance, dass der Täter zur Verantwortung gezogen wird. Täter hinterlassen immer Spuren, welche zurückverfolgt werden können.

Täter
• Sie sollten sich bewusst sein, dass mit den heutigen technischen Möglichkeiten der Polizei fast Jeder zu überführen ist.
• SMS oder SMS sind einfach zurückverfolgbar. Auch Blogbeiträge oder Videos in YouTube sind via IP Adresse ermittelbar!
• Schlagen, Bedrohen, massiv Hänseln oder sexuelle Belästigung werden nicht toleriert und können gesetzlich verfolgt werden..
• Ausserdem: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg‘ auch keinem anderen zu!“

Ein eindrückliches Bild eines solchen Cyberbullying zeigt das nachfolgende 6-minütige Video von digizen.org. Es ist zwar auf Englisch, aber sicher auch sonst zu verstehen »»