Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) ist eine interkantonale Fachstelle der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD). Sie koordiniert Projekte und Massnahmen der Kriminalprävention für die kantonalen und städtischen Polizeikorps und erarbeitet Informationskampagnen für die Bevölkerung. Finanziert wird die SKP von allen Kantonen, von der Eidgenossenschaft und vom Fürstentum Liechtenstein.
Seit 2007 arbeitet die SKP an der Umsetzung von Präventionsmassnahmen im Bereich Jugend und Gewalt. Die Stossrichtungen liegen dabei vor allem beim polizeiinternen Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und bei der Weiterbildung. Im Berichtsjahr hat die SKP in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe «Jugend und Gewalt» der Schweizerischen Kriminalkommission (SKK) und dem Schweizerischen Polizei-Institut (SPI) den Fortbildungskurs für Jugendsachbearbeiter/innen der kantonalen und städtischen Polizeikorps durchgeführt. Die drei Module Grundlagen, Prävention und Ermittlung verstärken unsere Strategie, die Polizei bei ihrer Arbeit mit jugendlichen Tätern und Opfern zu unterstützen. Der Kurs ist auf ein grosses Interesse bei den Teilnehmenden gestossen, nicht zuletzt auch, weil hervorragende Referentinnen und Referenten für diesen Kurs verpflichtet werden konnten. Lesen Sie mehr zu diesem Kurs in diesem Jahresbericht.
Zudem wurde im Verlag Stämpfli Publikationen, Bern, unser Handbuch «Jugend und Gewalt» veröffentlicht. Wir sind überzeugt, mit diesem Handbuch einen wichtigen Beitrag zur Diskussion der aktuellen Situation im Bereich «Jugend und Gewalt» liefern zu können. Das Buch ist in deutscher und französischer Sprache erschienen und kann im Buchhandel bezogen werden. Herzlichen Dank allen Autorinnen und Autoren, die kostenlos einen Beitrag zu diesem Werk geschrieben haben.
Die Geschäftsstelle hat im Jahr 2011 schwerpunktmässig im Bereich «Häusliche Gewalt» Arbeit geleistet. So hat die KKJPD Ende November ein Projekt genehmigt, das die Erarbeitung eines Betriebskonzepts sowie möglicher Finanzierungsformen für eine «Nationale Helpline Häusliche Gewalt» zum Ziel hat. Verantwortlich für die Umsetzung ist eine Spurgruppe bestehend aus Vertreterinnen des Eidg. Büros für die Gleichstellung von Mann und Frau, der Kantone sowie der SKP. Die Arbeiten werden von der SKP-Geschäftsstelle umgesetzt. Prävention im Bereich «Häusliche Gewalt» wird also auch 2012 ein Schwerpunktthema der SKP bleiben.
Die Kommissionen der SKP haben sich im Jahr 2011 mehrmals zu Sitzungen getroffen. Dank der engagierten Mitarbeit der Kommissionsmitglieder konnte die umfassende Jahresplanung wie gewünscht umgesetzt werden. Ich danke allen Kommissionsmitgliedern für Ihre tatkräftige Unterstützung. Neu in den verschiedenen Kommissionen vertreten ist auch der Bund , welcher die SKP mit einer namhaften Subvention unterstützt.
Aus der Leitungskommission zurückgetreten ist Herr Dr. Hans Hollenstein, ehemaliger Regierungsrat des Kantons Zürich. Ich danke ihm herzlich für seine engagierte, langjährige Mitarbeit im Leitungsgremium. Neu in der Leitungskommission vertreten ist Herr Regierungsrat Mario Fehr, Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich.
Die SKP ist eine wichtige Partnerin der kantonalen und städtischen Polizeikorps geworden. Sie integriert laufend neue Entwicklungen der Kriminalprävention in ihre Aktivitäten. Diese anspruchsvolle Aufgabe kann die SKP dank der breiten Verankerung in der Politik und der tatkräftigen Unterstützung durch die kantonalen und städtischen Polizeikorps hervorragend wahrnehmen.
Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig
Vorsteherin Justiz- und Sicherheitsdepartement Kanton Luzern
Präsidentin der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP)
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